Aktuelles

09.2026

EU-Entgelttransparenz ab 2026/2027: Was mittelständische Arbeitgeber jetzt verbindlich regeln müssen

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie (2023/970) verpflichtet Arbeitgeber ab 100 Beschäftigten zu Gehaltsberichten und Transparenz im Recruiting. Ab 2027 müssen Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten jährlich über den Gender Pay Gap und andere Kennzahlen berichten, kleinere Unternehmen ab 2031 alle drei Jahre. Die Richtlinie zielt auf diskriminierungsfreie Vergütung und stärkt die Arbeitgebermarke durch strukturiertes Vergütungsmanagement.

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09.2026

Equal Pay neu vermessen: Was ein BAG-Urteil für Unternehmen im Risiko- und Compliance-Alltag bedeutet

Das Bundesarbeitsgerichts entschied, dass für die Vermutung einer geschlechtsbezogenen Entgeltbenachteiligung ein Vergleich mit einem einzigen männlichen Kollegen ausreicht. Arbeitgeber müssen diese Vermutung widerlegen, was bei intransparenten Entgeltstrukturen schwierig ist. Die Entscheidung betont die Bedeutung von Transparenz und objektiven Leistungsnachweisen in Entgeltfragen.

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09.2026

Pauschalabfindung im Ehevertrag: BFH bestätigt Schenkungsteuer bei sofortiger Vermögensübertragung

Wer im Ehevertrag künftige Ansprüche für den Fall einer Scheidung ausschließt und dafür bereits bei Beginn der Ehe Vermögen auf den anderen Ehegatten überführt, kann Schenkungsteuer auslösen. Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 9. April 2025 (II R 48/21) bestätigt, dass der Verzicht auf einen erst künftig möglichen Zugewinnausgleich oder nachehelichen Unterhalt keine anrechenbare Gegenleistung für eine sofortige Vermögenszuwendung bildet. Für Eheverträge mit größeren Immobilien- oder Unternehmensvermögen kommt es deshalb entscheidend darauf an, wann ein Abfindungsanspruch entsteht und welche wirtschaftliche Funktion die vereinbarte Leistung tatsächlich hat.

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09.2026

Doppelstöckige Personengesellschaften: BFH klärt die Gewerbesteuer beim Anteilsverkauf

Beim Verkauf eines Anteils an einer doppelstöckigen Personengesellschaft kann der Veräußerungsgewinn auch insoweit auf Ebene der Obergesellschaft gewerbesteuerlich erfasst werden, wie er wirtschaftlich auf stille Reserven der Untergesellschaft entfällt. Der Bundesfinanzhof hat dies mit Urteilen vom 8. Mai 2025 (IV R 40/22 und IV R 9/23) bestätigt. Für die Transaktionsplanung ist deshalb entscheidend, auf welcher Beteiligungsebene der Verkauf stattfindet und ob § 7 Satz 2 Nr. 2 GewStG auf den Veräußerungsgewinn Anwendung findet.

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08.2026

Ausländische Stiftungen mit Verwaltungssitz in Deutschland: Wem eine Schenkung steuerlich zugerechnet wird

Das Finanzgericht München hat sich mit einer liechtensteinischen Stiftung befasst, deren Verwaltungssitz nach Deutschland verlegt worden war. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die Stiftung nach der Verlagerung weiterhin als rechtsfähige Empfängerin einer Schenkung anzuerkennen war oder ob der zugewendete Betrag steuerlich dem Stifter zugerechnet werden musste. Für Finanzberater und Versicherungsvermittler ist die Entscheidung vor allem bei der Begleitung international strukturierter Vermögen relevant, weil bereits die fehlerhafte Bestimmung des Erwerbers erhebliche Folgen für die Schenkungsteuer haben kann.

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07.2026

Internationale Zusatzqualifikationen im deutsch-niederländischen Beratungsgeschäft

Die Beratung grenzüberschreitend tätiger Unternehmen verlangt die sichere Anwendung mehrerer Rechts- und Rechnungslegungssysteme. Steuerliche Sachverhalte müssen mit dem Jahresabschluss übereinstimmen, während Bewertungen und konzerninterne Berichte auf denselben wirtschaftlichen Annahmen beruhen sollten. Internationale Zusatzqualifikationen geben deshalb Aufschluss darüber, welche fachlichen Methoden ein Berater beherrscht und wie sicher er zwischen deutschen, europäischen und US-amerikanischen Standards vermitteln kann.

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