Aktuelles

09.2026

Pauschalabfindung im Ehevertrag: BFH bestätigt Schenkungsteuer bei sofortiger Vermögensübertragung

Wer im Ehevertrag künftige Ansprüche für den Fall einer Scheidung ausschließt und dafür bereits bei Beginn der Ehe Vermögen auf den anderen Ehegatten überführt, kann Schenkungsteuer auslösen. Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 9. April 2025 (II R 48/21) bestätigt, dass der Verzicht auf einen erst künftig möglichen Zugewinnausgleich oder nachehelichen Unterhalt keine anrechenbare Gegenleistung für eine sofortige Vermögenszuwendung bildet. Für Eheverträge mit größeren Immobilien- oder Unternehmensvermögen kommt es deshalb entscheidend darauf an, wann ein Abfindungsanspruch entsteht und welche wirtschaftliche Funktion die vereinbarte Leistung tatsächlich hat.

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09.2026

Doppelstöckige Personengesellschaften: BFH klärt die Gewerbesteuer beim Anteilsverkauf

Beim Verkauf eines Anteils an einer doppelstöckigen Personengesellschaft kann der Veräußerungsgewinn auch insoweit auf Ebene der Obergesellschaft gewerbesteuerlich erfasst werden, wie er wirtschaftlich auf stille Reserven der Untergesellschaft entfällt. Der Bundesfinanzhof hat dies mit Urteilen vom 8. Mai 2025 (IV R 40/22 und IV R 9/23) bestätigt. Für die Transaktionsplanung ist deshalb entscheidend, auf welcher Beteiligungsebene der Verkauf stattfindet und ob § 7 Satz 2 Nr. 2 GewStG auf den Veräußerungsgewinn Anwendung findet.

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08.2026

Ausländische Stiftungen mit Verwaltungssitz in Deutschland: Wem eine Schenkung steuerlich zugerechnet wird

Das Finanzgericht München hat sich mit einer liechtensteinischen Stiftung befasst, deren Verwaltungssitz nach Deutschland verlegt worden war. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die Stiftung nach der Verlagerung weiterhin als rechtsfähige Empfängerin einer Schenkung anzuerkennen war oder ob der zugewendete Betrag steuerlich dem Stifter zugerechnet werden musste. Für Finanzberater und Versicherungsvermittler ist die Entscheidung vor allem bei der Begleitung international strukturierter Vermögen relevant, weil bereits die fehlerhafte Bestimmung des Erwerbers erhebliche Folgen für die Schenkungsteuer haben kann.

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07.2026

Internationale Zusatzqualifikationen im deutsch-niederländischen Beratungsgeschäft

Die Beratung grenzüberschreitend tätiger Unternehmen verlangt die sichere Anwendung mehrerer Rechts- und Rechnungslegungssysteme. Steuerliche Sachverhalte müssen mit dem Jahresabschluss übereinstimmen, während Bewertungen und konzerninterne Berichte auf denselben wirtschaftlichen Annahmen beruhen sollten. Internationale Zusatzqualifikationen geben deshalb Aufschluss darüber, welche fachlichen Methoden ein Berater beherrscht und wie sicher er zwischen deutschen, europäischen und US-amerikanischen Standards vermitteln kann.

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06.2026

WWS-Gruppe mehrfach ausgezeichnet

Neben der erneuten Aufnahme in die „Focus Money“-Liste der Top-Steuerberater 2026 wird die WWS-Gruppe im neuen Ranking des „Niederrhein Managers“ als führende Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Region ausgewiesen. Auch im „JUVE Steuermarkt“-Ranking für den Westen zählt die WWS-Gruppe weiterhin zu den empfohlenen Beratungsgesellschaften.

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06.2026

Testamentsgestaltung für Unternehmer: Rechtssichere unternehmerische Vermögensnachfolge sicherstellen

Das Testament ist für den Unternehmer immer eine emotionale Angelegenheit – aber vor allem ist es ein strategisches Dokument, das über den Erfolg oder Scheitern der Nachfolge entscheidet. Während das Gesetz für die meisten Menschen ein funktionierendes Erbrecht bereitstellt, müssen Unternehmer aktiv gestalten, um ihre spezifischen Nachfolgevorstellungen durchzusetzen. Doch gerade beim Unternehmertestament lauern gefährliche Fallstricke: Das klassische Berliner Testament kann zum Pflichtteilsdesaster werden, fehlerhafte Klauseln werden von Gerichten umdeutet oder vernichtet, und unvollständige Regelungen führen zu kostspieligen Erbstreitigkeiten. Warum kann ausgerechnet das Berliner Testament die Unternehmensnachfolge zerstören? Welche testamentarischen Klauseln sind unverzichtbar? Und wie nutzen Unternehmer die Testamentsvollstreckung als Instrument der Nachfolgekontrolle? Für Unternehmer ist wichtig zu verstehen, wie ein rechtssicheres Unternehmertestament strukturiert wird und welche Gestaltungsfehler unbedingt zu vermeiden sind.

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